Sonntag, 15. März 2020

Katsches Begin & Katsche Begins

Servus Leute

was habe ich mich auf den heutigen Sonntag, 15.03.2020 gefreut.

Ich wollte Euch einen schönen Live-Blog aus Mailand liefern. Es war geplant, dass Tobse und ich heute zusammen einen neuen Auslandsground abarbeiten wollten. Und zwar San Siro. Fehlt uns beiden noch. Und vor allem wäre diese Wettkampfarena eine angemesse Stätte zum Jubiläums-Kick geworden.

Denn: heute vor 25 Jahren startete meine Europapokal-Auswärts-Karriere.
Wenn man es denn Karriere nennen möchte und kann. Diverse Allesfahrer dürfen durchaus für sich in Anspruch nehmen, meine Anzahl an Auswärtsfahrten in ein oder zwei Jahren abzuklappern, wo ich  nun wie gesagt ein Vierteljahrhundert für benötigt habe. Dennoch ist die Tour seinerzeit ein Meilenstein in meinem Fanleben gewesen.

Blicken wir also zurück ins Jahr 1994
Katsche, der damals noch gar nicht Katsche hieß, hat gerade sein Abitur erledigt und seine Ausbildung zum Banker gestartet. In eben jenem Jahr 1994 kehrte Kollegin Katrin von einem Auswärtsspiel in Bremen zurück mit der grandiosen Idee: "Wollen wir nach Göteborg?"

Schnell hat sich eine Reisegruppe (Ciki, Kasi, Mark, Katrin, Jens, Katsche und noch zwei Freunde von Katrin) zusammengefunden und waren Tickets gebucht und irgendeine Reisegruppe aus dem Ruhrpott ausfindig gemacht, die noch Plätze im Bus frei hatten. Also versammelten wir uns ca 24 Stunden vor dem Spiel an irgendeiner Autobahnraststätte um dort dann hoffentlich von irgendeinem Bus mitgenommen zu werden. Nach ca vier Stunden Wartezeit hatten wir die Hoffnung schon fast aufgegeben

- Zur Erinnerung: Wir schrieben das Jahr 1994 und Handys und Kommunikation passen als Begrifflichkeit noch nicht wirklich zusammen -

rollte tatsächlich unsere Reisegruppe irgendwann ein......

Wie lang wir dann tatsächlich unterwegs waren, weiß ich gar nicht mehr genau. Nur, dass wir zwei launige Fährüberfahrten dabei hatten, ein Mitreisender in seinen Rucksack gekotzt hat und die Zeit nur noch für einmal McDonald's in Stadion-Nähe gereicht hat, bevor es dann ins Ullevi-Stadion ging.







In selbigem fand dann das Champions-League Viertelfinal-Rückspiel statt, in dem es ein 0:0 aus dem Hinspiel zu verteidigen galt. Ja, der Europapokal der Landesmeister hieß damals tatsächlich schon Champions-League. Nach gut zwanzig Minuten trat erste Ernüchterung ein,als Goalie Sven Scheuer
vom Platz gestellt und der einzige Stürmer Emil Kostadinov gegen Gospo ausgewechselt wurde. Ich kann mich dran erinnern, dass ich damals als Ziel ausgab, jetzt müssen wir auf das Elfmeterschiessen hoffen....

Aber es kam ganz anders. In Halbzeit zwei hat Bayern in der der Saiosn glaube ich die beste Halbzeit der gesamten Saison abgeliefert und ist dann durch Tore von Zickler und Nerlinger bald mit 2:0 in Führung gegangen. Auf der Tribüne Euphorie pur und jeder konnte Fangesänge anstimmen - die Schickeria gab es damals auch noch nicht... Bemerkenswert, dass „Gestern noch in Kiew“ erstmals bei diesem Spiel bekannt wurde und auch heute noch regelmäßig zum Einsatz kommt.

Nach zwei Gegentoren kurz vor dem Ende hieß es zwar noch einmal zittern, aber am Ende des Tages hat es dann doch zum Einzug ins Halbfinale gereicht.

Irgendein Blatt der Deutschen Qualitätspresse titelte treffend: In Einer Nacht zurück zur Macht.
Ich denke, dass kann man auch 25 Jahre später so stehen lassen.






Donnerstag, 28. November 2019

#Београд

„Belgrad. Wenn Belgrad gezogen wird, da will ich hin.“

Das waren meine Worte vor der Auslosung zur diesjährigen CL-Saison, auf die viel gestellte Frage, wo ich denn in dieser Jubiläums-Saison denn hinfliegen werde. Denn immerhin jährt sich mein Göteborg-Trip im März 2020 zum 25. Mal.

Warum ausgerechnet Belgrad? Hm. Da war ich noch nicht. Dann ist da noch die schlechte Erinnerung an 1991 mit dem Augenthalerschen Eigentor. Ansonsten weiß ich es auch nicht so genau. Erst recht nicht nach den zahlreichen Sicherheitshinweisen vor Reisebeginn. Von wegen ist gefährlich und so. Nun ja, die Hooligan-Szene ist nicht ganz ohne. Und nen Kampfpanzer haben die vors Stadion gestellt. Musste auch erstmal drauf kommen....





Als wir uns unter Polizeischutz im Buskonvoi dem Stadion näherten, konnte ich den außergewöhnlichen Reiz spüren. Das Stadion hat noch Seele, nicht so wie der neumodische Einheitsarendnscheiß. Das Marakana ist noch richtig Oldschool. So mit echten Flutlichtmasten und Dixi-Klos hinter dem Block. So etwas kriegt man ja selten noch.

Der Gästeblock war gut gefüllt, es kam sehr viel Liedgut zum Einsatz, was auch 1995 schon gesungen wurde. Und auch das Durchschnittsalter sollte so wie damals gelegen haben. Bedeutet im Umkehrschluß, dass ich inzwischen nicht mehr zu jüngeren Generation gezählt werden kann. Ein wenig bereitet mir unser Fannachwuchs große Sorgen:

Pyros zünden wie die Großen aber nicht mal Sforza kennen, dessen Rauswurf ich weiterhin nach jedem Tor fordere. Ich habe Angst, dass diese schöne Tradition irgendwann in Vergessenheit geraten könnte....

Das Spiel selbst war eher langweilig (wie übrigens auch die Stadt, deren Sehenswürdigkeitwn locker in einem Tag abgearbeitet werden können und auf die ich hier nicht weiter eingehen werde) Dass wir gewinnen würden, war erwartbar, auch die krasse Überlegenheit. Und auch von Hexenkessel Seiten der RS-Ultras war auch höchstens temporär etwas zu merken. Sehr gelungen aber deren Choreo vor dem Spiel, auch wenn ich nicht zu sagen vermag, wessen Konterfei da auf die Tribüne gezaubert wurde.

Nicht minder beeindruckend, dass die Tribüne noch minutenlang die RS-Spieler gefeiert hat. Und zwar vollständig. Und das nach nem 0:6 daheim. Respekt.

Ob es die 80-minütige Blocksperre jetzt wirklich gebraucht hätte? Gehört aber wohl genauso dazu, um von der besonderen Europapokal-Auswärts-Atmosphäre zu sprechen.


Freitag, 28. Juni 2019

Abschluss - Augustiner

Eine merkwürdige Saison ist vorbei. Dortmund hatte mal neun Punkte Vorsprung auf Bayern. Katsche war in den verschiedenen Wettbewerben unterwegs, hat sich aber zu nichts geäußert. Vielleicht gelingt es uns, an der Buhne16 bei einem kühlen Augustiner etwas zu erfahren.




Servus Katsche, wie geht's Dir ?

Geh davon aus, dass es mir bestens geht. Du bezahltst ja das Bier *lacht*. 
Dann sollst Du auch Antworten auf Deine Fragen bekommen.

Du hast Dich ziemlich rar gemacht im letzten Jahr. Keine Sprüche gegen Dortmund, keine Blogeinträge. Nichts. Dabei hätte die Saison doch einiges an Stoff zum Berichten gegeben. Du bist in Europa aktiv gewesen, warst erneut in Athen zum Europapokal-Auswärtsspiel gegen AEK Athen. Das hattest Du vor Jahren angekündigt als Du aus Piräus zurück warst. Du schwärmtest da ja bereits von der Schönheit der Stadt, dem passenden Wetter für eine Städtetour im Herbst und den Gyros-Läden. Heuer hast Du dort sogar ein Erdbeben überlebt. Aber keinen Blogeintrag, nichts.

Du bist mit Deinem Bruder Tobse in Meppen und Amsterdam gewesen. Schöne Stadt, schickes Stadion, viele Tore, nette Pubs, eine einzige Kifferwolke, neuer Auslandsground, neuer Länderpunkt. Aber zu Lesen gabs von Dir dazu: nichts. Immerhin hat's Dein Bruder zu einem Blog-Entry geschafft.

Es gab auch keine Sprüche von Dir in Richtung Doofmund und/oder Leipzig. Dabei hätte es hier doch genug zu berichten gegeben. Saubere neun Punkte in der Liga aufgeholt, zum siebten Male in Folge Deutscher Meister geworden. Und wer Dich und Ciki am letzten Spieltag im Keller beobachten konnte, der weiß auch, dass Ihr immer noch abgeht wie vor 25 Jahren. Keine Spur davon, dass Euch langweilig geworden sein könnte, immer wieder Meister zu werden. 

Aber auch zum Ligageschehen keinerlei Äüßerungen von Dir während der Saison. Zur Winterpause hattest Du mal irgendwo erwähnt, dass Du mit der Saison eigentlich schon durch warst. Zudem hast Du Dich empört gezeigt, dass Fußball-Deutschland nichts von Langeweile in der Liga Wissen wollte - trotz des deutlichen Dortmunder Vorsprungs in der Liga. Bei früheren derartigen Vorsprüngen der Bayern wurde gleich das ganze Ligasystem in Frage gestellt und die Einführung von Play-Offs um die Meisterschaft gefordert. Insofern vermuten wir eine grundsätzliche Innere Genugtuung, die sich am letzten Spieltag in purer Euphorie entladen hat.

Und Ihr seid Pokalsieger geworden. Beim Finale warst Du zwar nicht live dabei. Aber dass Du Dich über den Finalsieg gefreut hast, konntest Du nicht verleugnen, auch wenn Dir der Pokal seit Jahren ja vermeintlich egal sein soll. Liegt es vielleicht auch daran, dass Du beim Erstrunden-Spiel bei Drochtersen/Assel dabei warst und dort Deinen Kollegen Lukas langsam aber sicher an den Ultra-Nachwuchs herangeführt hast ?

Ärgerlich dürfte aus Deiner Sicht sicher das frühe Aus in der CL gewesen sein. Sind wir uns einig in der Einschätzung, dass hier mehr drin gewesen wäre, wenn man im Rückspiel gg Liverpool so aufgetreten wäre wie in der Liga gg Wolfsburg, Dortmund, Frankfurt ?

Und trotz des Aus in der CL, so war es doch sicher die erfolgreichste Saison der letzten Jahre. Die Amateure sind immerhin zurück in Liga drei. Und auch dort warst Du live dabei, beim Hinspiel gegen Wolfsburgs Zweite Mannschaft. Und in der Liveübetragung konnte man nicht Deinen Platz in der Ersten Reihe übersehen. Und ganz augenscheinlich warst Du auch dort äußerst sangessicher mit dabei.

Wie sieht es aus mit der Planung für die nächste Saison? Durch den Aufstieg der Amateure bieten sich doch nahezu einige neue Alternativen zum klassischen Bundesliga-Alltag an, eine Brüder-Tour gegen den 1. FCK drängt sich doch auf. Oder vielleicht mal mit den Bayern nach Meppen. Durch den Abstieg von Hannover und dem Nichtwiederaufstieg der Hamburger Deppen, die es immer wieder schaffen, selbst niedrigste Erwartungen noch zu unterbieten, sind die Ziele im Norden eh sehr übersichtlich in der neuen Spielzeit. Bleibt also vermutlich nur Wolfsburg über und das obligatorische Heimspiel zum Saisonende hin.

Gespannt wirst Du sicher auch wieder auf den August warten, wenn die Auslosung zur CL stattfindet. Immerhin ist Mailand mal wieder im Topf und da willst Du doch eh noch hin, bevor San Siro abgerissen wird.

Katsche, was hast Du dazu zu sagen ?

Danke, treffend zusammengefasst. Prost.

Montag, 14. Mai 2018

Jubiläum unter Kastanien

Etwa überraschend hat Katsche zum Saison-Abschluss-Interview in den Augustiner-Biergarten in München gebeten. Überraschend, da ja noch das Pokalfinale auf dem Spielplan steht. Katsche, warum so frühzeitig und vor allem, warum vorm Saisonende?





Ja, schau. Es ist jetzt das zehnte Interview und ich hielt den Biergarten als schöne Location für ein Jubiläum. Und dann hat's auch noch Kaiserwetter. Und mein persönliches Saisonfazit ändert sich auch nicht mehr mit dem letzten Spiel. Jupp Heynckes würde ich aber von Herzen gönnen, sein letztes Spiel als Trainer siegreich zu bestreiten.

Bist Du genügsam geworden?

Gefühlt sind wir seit der Winterpause ja schon Meister. Am Ende sind es 21 Punkte Vorsprung. Da kann man durchaus von einer sehr überragenden Saison sprechen. Im Gegensatz dazu hättest Du mit dem Pokalsieg allein eine wesentlich andere Einschätzung bekommen. Vielleicht bin ich auch angesichts der sechsten Meisterschaft in Serie etwas satt. Und selbst die Spieler sagen ja, dass nach dem Aus gegen Real Madrid, etwas die Luft raus war.

Wo Du mal wieder zu Gast warst!

Ja beim Heimspiel. Hab ich mich über die vergebenen Chancen geärgert. Da war wesentlich mehr drin. Auch in Madrid hätten wir gewinnen können. Lediglich wenn wir das Finale erreicht hätten, hätten wir unser Interview später stattfinden lassen. Ganz unrecht hätten die Stuttgarter Fans am letzten Spieltag nicht, als sie sangen: 

Heynckes und den Bayern ist die Schale scheißegal.
Denn in München gibt es nix zu feiern ohne Champions League Pokal.

War Madrid denn das Highlight der Saison?

Sportlich klares Ja! Europapokal, Halbfinale, Real Madrid. Viel mehr geht nicht.
Ansonsten waren die Touren mit Tobse nach London sowie der letzte Spieltag nicht zuletzt wegen des Treffens mit Carsten & Sylvia legendär.

Neben Wembley hast Du aber auch noch Regensburg und Leipzig als neue Grounds verbucht.

Bei beiden Touren stand aber die soziale Kontaktpflege im Vordergrund. Sportlich war das beides eher unterdurchschnittlich. Mit Leipzig konnte ich aber immerhin mein letztes noch fehlende WM-Stadion  von 2006 abhaken. Brauch ich aber auch nicht mehr unbedingt hin.

Ist mit dem Abstieg des HSV ein langer Traum in Erfüllung gegangen ?

Geh mal davon aus, dass ich einigen Fans von Herzen gönne, dass ihnen der Scheiß-FC Bayern für ein Jahr erspart bleibt. Das ewige Dino-Gequatsche, die ach so tolle Uhr, die Großkotzigkeit (gerade abgestiegen und am nächsten Ersten Spieltag wieder Lederhosenauszieh- und Europapokallieder singen) ging mir schon ziemlich auf den Sack.

Als Punkte- und Tore Lieferant wird der HSV mir aber fehlen.

Kommt er denn nach einem Jahr wieder ?

Schwer zu sagen. Bei einem Schuldenberg von 100 Mio Euro und jetzt schon regelmäßigen Verlusten war ich schon überrascht, dass es die Lizenz ohne Auflagen gab. Ich gehe davon aus, dass es personell einen großen Umbruch geben wird. Mit Titz haben sie jetzt aber augenscheinlich endlich mal einen Trainer gefunden, der aus jungen Spielern eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen kann. Aber wenn es mit dem Wiederaufsteig nichts werden sollte, dann könnten finanziell und damit dann auch sportlich ganz schnell die Lichter ausgehen. Und dann kann der Scheiß - FC Bayern wieder mal zu einem Retter-Spiel nach Hamburg kommen.

Bei der WM werden wir Dich vermutlich nicht antreffen.

Jedenfalls nicht live vor Ort. Aber am Sylter Strand wirds wohl auch wieder einen Fernseher in der Kneipe geben. Da könnte ich mich mal blicken lassen, auch wenn ich als Vereinsfußballer für die N11 seit Jahren nicht mehr viel übrig habe. Wenn Löws Jungs den Pokal holen, ok. Wenn nicht aber auch nicht schlimm.

Also eher wieder Europapokal auswärts?

Konkret geplant habe ich noch nichts. Aber wenn die Auslosung ein schönes Reiseziel bereithält, gerne.
Jetzt freue ich mich erstmal auf die Sommerpause. 
Nach dem DFB-Pokal-Finale natürlich erst ;-)

Mittwoch, 7. März 2018

What a grandios trip to London


es war mal wieder Zeit für eine Bros-Tour zum Fußball. Ziemlich früh stand auch das Reiseziel fest, da es in dieser Saison endlich mal die Möglichkeit gab, Wembley als NewGround der Reisekarte hinzuzufügen. Tottenham bestreitet aufgrund des eigenen Stadion-Neubaus seine Heimspiele in eben Englands National-Stadion aus, der Spielstätte des Bayern-Triumphes anno 2013.


Ziemlich früh, nämlich mit 4:15 Uhr stand dann auch das erste Ale auf dem Programm. es gilt nachwievor das Motto: Gehts zum Fußball ist auf dem Weg zum Bahnhof das erste Bierchen fällig.



Für mich war es nunmehr mein viertes Gastspiel in Englands Kapitale und gefühlt hatte ich schon alle Sehenswürdigkeiten gesehen und habe mich daher auch weniger um das kulturelle Drumherumpaket gekümmert. Sicher hatte Bruder Tobse da seine eigenen Interessen, immerhin lag sein letzter London-Besuch nun schon 10 Jahre zurück. Gut kann ich mich noch daran erinnern, dass damals bekannt wurde, dass Klinsmann neuer Bayern Trainer werden sollte und ich meine Meinung dazu bereits am Speakers Corner kundgetan habe......

Nach einem entspannten Hinflug haben wir uns den Samstag überwiegend einfach treiben lassen und haben mal in dem einen oder anderen Pub im Bereich Leicester Square / Piccidally Circus vorbeigeschaut. Mit jedem Pub wurde die Qualität der Biere und der Sanitäreinrichtungen schlechter, was zur Folge hatte, dass schnell ein weiteres Bier nachgekippt werden musste, um das Elend besser ertragen zu können.

Im Stadion selber stieg die Qualität der Klos aber schlagartig an, dafür gings mit der Qualität der Speisen (Beef-Pie - die spinnen die Briten) ebensoschnell weiter bergab. Und ein generelles Logistikproblem innerhalb des Caterings soll hier nicht verschwiegen werden: Jeder Mensch an der Kasse muss sich ums Bierzapfen und Speisenzubereitung selber kümmern. Dass dabei Teile der Bestellung vergessen werden, nunja. Sehr schön aber immerhin der Warhinweis, dass alle Heißgetränke heiße Flüssigkeiten beinhalten....




Die Geschichte des Spieles ist schnell erzählt: Tottenham hat verdient 2:0 gewonnen und seine Ambitionen auf einen der CL-Plätze für die nächste Saison weiter untermauert. Heung-Min Son hat dabei eine Weltklasse-Partie abgeliefert, Harry Kane hat hingegen nicht gänzlich gezeigt, warum ich ihn mir sonst sehr gut im Bayern-Trikot der nächsten Saison vorstellen könnte. Die Stimmung im Stadion war auch eher solala. Gänsehautfeeling kam lediglich zweimal auf, nämlich als das ganze Stadion mitgrölte bei "The Spurs go marchin in" und "Come on you Spurs". Das war es dann aber auch schon. Was mich im Vergleich zu Deutschland echt beeindruckt ist, dass es hier keine Schwalben und kein langes Lamentieren gibt. Vielleicht ist auch das der Grund dafür gewesen, dass ein Arjen Robben bei Chelsea seinerzeit nichts geworden ist.

Am Sonntag hatte dann Bruder Tobse die Reiseleitung inne (siehe oben).
Die Sunday League Spiele fielen ob der Witterung leider aus, für einen Blick auf des Olympic Stadium, der neuen Heimat von Westham, reichte es dann aber trotzem.

Mit dem Besuch des Briklane Markets folgte das kulinarische Highlight des Wochenendes. Alter, was für ein durchgeknallter Typ der Mark Gevaux, besser bekannt als The Rib Man. In Deutschland hat er durch die Sendung "Kitchen Impossible" eine gewisse Bekanntheit erlangt. Hier hat es sich mal gelohnt, auch abseits der üblichen Touristenpfade mal Gegenden zu erkunden, um die ich normalerweise aber wohl weite Wege machen würden. Was liefen da für skurrile Gestalten durch die Gegend. Auch Gevaux und sein Kompagnon hatten optisch so um die 500 Jahre Knast - Potential. Aber egal, entweder es geht mit oder es geht gar nicht: Die Ribs waren echt megalecker, die Holy Fuck Sauce trägt ihren Namen zurecht (und brannte auch am Tag danach noch kräftig nach...).


Bei genauerem Nachdenken fällt mir keine Überleitung mehr zu unserem restlichen Programm in London ein. Ich möchte daher an dieser Stelle einfach mal auf meinen Bruder verlinken. Tobse hat einen sehr ausführlichen und bebilderten Reisebericht zu diesem gelungenen Wochenende online gestellt.

Freitag, 3. November 2017

Wieso, weshalb, warum, was zur Hölle?

Wieso verschlägt es Katsche zu Bremen gg Freiburg?
Ganz einfach: Patrick hatte ne Karte über und gefragt ob ich schon was vorhabe. Hatte ich nicht und Patrick mich und uns auch schon auf so mancher Fahrt begleitet. Also rein in den Zug und eines der gefühlt schlechtesten Spiele aller Zeiten mit dem passenden Ergebnis (0:0) mitgenommen. Diese Fahrt wurde aber praktischer Weise genutzt um den nächsten Trip zu planen, was unweigerlich zur nächsten Frage führt:

Weshalb verschlägt es Katsche zu Leipzig gg Stuttgart?

Ganz einfach: Das Sparschwein war gut gefüllt, die Fußballguckrunde zuletzt vor drei Jahren unterwegs und am wichtigsten hatten tatsächlich mal alle Zeit. Da der Spielplan nicht viel mehr hergab als eben L gg S ging es halt dahin. Das Spiel war solala und es fiel diesmal wenigstens ein Tor (1:0). Immerhin konnte ich so einen Haken hinter das letzte offene WM-Stadion von 2006 setzen. Brauch ich also auch nicht mehr hin. Bleibt die letzte Frage:

Warum fährt Katsche zu Regensburg gg Kaiserslautern?

Einen Teil der Antwort kann man in Tobses Blog nachlesen. Der sportliche Stellenwert wars es bei mir ganz sicher nicht, auch wenn ich dieses Mal mit 4 Toren entschädigt wurde (3:1). Während Tobse sich am Sonntag Abend wieder auf den Heimweg machte, so hing ich noch ein paar Tage im Bayerischen Wald an. Nach dem Großen Arber im Vorjahr erklomm ich heuer zusammen mit Carsten & Sylvia den Großen Falkenstein bevor es noch zum Abstecher in die Olympiahalle nach München ging um den verbliebenen Granden von Queen Brian May & Roger Taylor sowie ihrem neuen Sänger Adam Lambert zu huldigen. Was ne Show. Diese führt zu weiteren Fragen dieses Blog-Eintrages:

Was zur Hölle sollen die ganzen Handy-Video-Mitschnitte? 

Wollen die Leute sich zu Hause das Konzert im TV in schlechtestmöglicher Auflösung anschauen und so dann immer noch die Eindrücke zu vermissen, die sich einem nur erschließen, wenn man den Auftritt in vollem Bewusstsein aufnimmt und nicht lediglich mit dem Blick aufs Smartphone-Display?


Oder ist Katsche hier einfach zu oldschool?

Mittwoch, 23. August 2017

Sommerpause - Das Triathlon-Comeback des Katsche74

Eigentlich ist die Sommerpause ja dazu gedacht, sich von der Erlebnissen der letzten Saison zu erholen und neue Kraft und Vorfreude für die neue Spielzeit zu tanken. Tat Katsche dann ja auch auf Sylt. Tat Katsche auch genau so lang, bis ihn im Strandkorb eine SMS von Kollege Heißenbüttel mit folgenschwerer Frage erreichte: 

 "Hast Du Seepferdchen? Staffeltriathlon mit Hansen?"
Am 20.8. in Celle.
In ziemlich genau zwei Monaten also.
Schwimmkilometer in diesem Jahr bis dahin: Null.
Wellentauchen in der Nordsee nicht mitgerechnet.

In der Aller wollte ich ja sowieso unbedingt mal Schwimmen. So ne Art feuchter Jugendtraum. Ähnlich erstrebenswert wie n kräftiger Schluck aus der Alster anno 2009. Aber ich kann die Kollegen ja nicht hängen lassen. Und wer soll denn sonst den Glamour nach Usain Bolts Rücktritt in den Sport zurückbringen, wenn nicht wir?

Also habe ich nach dem Zietzschen Motto "Entweder es geht mit oder es geht gar nicht" zugesagt und das Badehöschen aus dem Schrank gekramt. Zwischen dem 2.8. und 16.8. habe ich dann über insgesamt 5.250 Meter ein bisschen an der Technik gefeilt. Ankommen würde ich schon irgendwie. Zwei Wochen Training müssen für 600 Meter stromabwärts reichen.

Und Strömung hatte die Aller dann auch. Schon in der Wettkampfbesprechung wurde auf bevorstehende Bestzeiten hingewiesen. Die Fließgeschwindigkeit lag bei rund 6 km/h. Was insofern beachtlich ist, da ich vor dem Start den Anfängerfehler gemacht habe, mich zu nah am Start ins Wasser zu begeben und so noch eine saubere Minute gegen die Strömung paddeln durfte, um nicht vorzeitig den Weg Richtung Wechselzone einzuschlagen. Als der Startschuss ertönte, war ich auch gleich das erste Mal kaputt.... Passiert mir in der Form garantiert nicht wieder. 

 Das Rennen selber hat dann auch Spaß gemacht. Mit 10:02 Minuten stand dann auch eine für mich äußerst beachtliche Zeit auf der Uhr, nachdem ich den Staffelchip an den Jan "The Man" Hansen übergeben habe. Schade eigentlich, nur drei Sekunden haben an der 9 vorne gefehlt.

Jan hat dann wie ein Bekloppter in die Pedalen getreten. Mit nem sauberen 37er Schnitt auf 27 Kilometern hat er diverse Plätze gutgemacht und den Grundstein dafür gelegt, dass Elmar unsere Staffel vom Team Volksbank Südheide auf einen herausragenden Platz 18 von 39 ins Ziel laufen konnte. Herausragend allein schon deshalb, als dass wir zwei Monate vorher noch nicht einmal ansatzweise ernsthaft an eine Teilnahme gedacht haben.