Samstag, 30. April 2016

Qualitätsfans

Europapokal auswärts - die nächste.

Zwei Wochen nach seiner Premiere in Lissabon ging es für Katsche zum Halbfinalhinspiel der CL abermals auf die iberische Halbinsel. Diesmal aber nach Madrid und dort zu einem weiteren New Ground ins Vicente Calderon, der Heimspielstätte von Atletico Madrid.





Das dürfte auch Bayerns erstes Pflichtspiel gg die Mannschaft sein, gegen die der FC Bayern seinen ersten Landesmeistercup gewann. Anno 1974. Maßgeblich damals beteiligt: der echte Katsche mit seinem Treffer aus gefühlten zweihundert Metern.

Allen Bemühungen der ver.di zum Trotz, diesen Trip zu verhindern (mal eben den Flughafen stillzulegen reicht halt nicht) stand er da also pünktlich in dieser baureifen Schüssel. Aber er muss schon sagen: Das Stadion hat Charme und Seele - nicht so wie ein austauschbarer Betonklotz Marke Wolfsburg / Duisburg (gleiches Stadion nur andere Farben). Diesmal stand Katsche auch wieder in mitten der Münchner Qualitätsjugendlichen, die schon auf dem Hinflug das Motto sangen und lebten "Auswärts sind wir asozial". Dass die sich dann im Stadion auch noch gegenseitig auf die Mütze hauen - es mag ein jeder seine eigene Meinung zu solchem Unfug haben.




Auch die Fans haben gut Alarm gemacht. Es ist doch immer wieder beeindruckend, wenn tatsächlich das ganze Stadion hüpft und springt und die eigene Mannschaft nach vorne puscht. In München wirst Du ja schon schief angeschaut, wenn Du Dich auf der Haupttribüne zu einem einfachen "Bayern - Bayern" hinreißen lässt. Da können wir tatsächlich von den Südländern noch einiges lernen. Aber so begründet sich neben fremden Städten auch meine Liebe zu "Europapokal auswärts".

Der Lärmpegel im Stadion und die fehlenden Megaphone im Gästeblock hatten folglich Auswirkungen auf die Stimmung der Gästefans, da die unten angestimmten Gesänge oft gar nicht bis nach oben transportiert werden konnten und somit ein durchgängiger Support kaum möglich war.

Dass das Spiel dann 1:0 verloren ging ist ärgerlich, es hätte auch 2:2 oder so ausgehen können, was die Ausgangslage fürs Rückspiel sicher verbessert hätte. Dennoch gibt es noch berechtigte Hoffnungen, dass die Europapokal Auswärts Tour in dieser Saison noch ein weiteres Spiel für Katsche bereithält.

Pack ma's !

Mittwoch, 20. April 2016

Europapokal auswärts

So steht es geschrieben auf Katsches Visitenkarte. Als sein persönliches Ziel des "Jeder hat etwas, das ihn antreibt" - Mottos. Aber das einfach nur auf ne Karte schreiben kann ja jeder. Seinen Antrieb leben, ist wiederum eine andere Sache.


Als die Auslosung zum CL-Viertelfinale "Benfica Lissabon" dam FC Bayern als Gegner beschert hat, so war es für Katsche sofort klar: Neuer Länderpunkt, neues Stadion, realistische Chance aufs Halbfinale: Da muss er dabei sein. Auch vergriffene Gastkartenkontingente und ausgebuchte Sonderflugreisen konnten ihn nicht aufhalten. Höflich bei Benfica nachgefragt, ob's nicht vielleicht noch Karten gibt (gab es tatsächlich im freien Verkauf),  ging's also los.

Nach angenehmen Flug aber mit gut einstündiger Verspätung checkte Katsche also in Portugals Capitale am Abend vor dem Spiel ein. Im HRC (neuer Ground) wurde Reals 3:0 über die Radkappen live übetragen. Da konnte man schon erahnen, dass erneut reichlich Qualitätsfans den Weg nach Lisboa angetretn haben "So a richtign Watschnfressn is des" war noch das harmloseste was es über Herrn R.onaldo zu berichten gab. Nun ja. Kicken kann, Geld scheint er auch zu haben. Wäre Katsche in dieser Position, wäre ihm vorstehende Meinungsäußerung königlich egal.

Der Spieltag zeichnete sich aus durch Sonnenbrandwetter, einer kleinen Sightseeing-Tour zu Christo Rei an der Ponte 25 de Abril sowie zur Castelo de Sao Jorge mit zwischenzeitlicher Rast in der "Mercado de Ribeira" und das Rückspiel an sich.








Aufgrund bereits geschildeter Kartensituation befand Katsche sich zunächst in Zivil auf der Hauptribüne inmitten der einheimischen Benfica-Fanatiker. Erst nachdem er in selbigem Block das ein oder andere weitere Bayern-Trikot entdecken konnte, outete sich auch Katsche endlich als Gästefan. Alles in allen waren die Leute um ihn herum äußerst fair, haben Benfica von der ersten Minute bis nach Schlußpfiff gefeiert ohne Ende und einen Krach gemacht wie es Katsche vorher nicht erlebt hat. Das hat sogar noch OldTrafford im Stadtderby um Längen übertroffen.

Nach dem 2:2-Remis heißt es also das fünfte mal in Folge: Halbfinale in der CL.

Und was soll Katsche sagen: Europapokal auswärts treibt ihn jetzt nach Madrid. Gegen Atletico. Er freut sich drauf.

Freut Ihr Euch drauf, wenn es in Kürze heißt:

Wehe wenn der Katsche schießt




Sonntag, 20. September 2015

Αθήνα

Was für ein Auftakt in die CL-Saison 2015/2016.
Neuer Ground. Neue geile Stadt. Neuer Länderpunkt.

Wirklich viele neue lohnenswerte Reiseziele hat's ja in den Lostöpfen nicht gegeben. Wenn man dann aber Piräus zieht, dann darf man da durchaus auch dabei sein. Europapokal auswärts ist halt seit Göteborg 1995 immer wieder ne feine Angelegenheit.

Weniger fein, dass das Spiel als Hochrisikospiel eingestuft wurde. Hatte zur Folge, dass die Bayern-Fans im Buskonvoi mit Polizeigeleit und schwerer Ausrüstung ins Stadion gekarrt wurden, wo wir drei Stunden vor Anpfiff ankamen, und dann ohne Gelegenheit mal im Fanshop oder ähnlichem vorbeizuschauen. Das klappt zB in München und bei Arsenal London, Madrid und Barcelona wesentlich besser. 

Im Block dauerte es dann auch nicht lang, bis die Polizisten ihre Knüppel fliegen lassen haben. Nach den üblichen Provokationen der Qualitätsfans beider Seiten flogen denn auch irgendwann Sitzschalen durch die Gegend und auf die Cops im Block. Wie ich nach Rom schon schrieb: wenn dann einer von den Assis mal welche verpasst bekommt, stelle ich mich noch daneben und klatsche Beifall. Einige der Elite-Jugendlichen durften die Nacht dann auch Spital verbringen.



Hochüberlegene Bayern sorgten mit einem 3:0 Auswärtsdreier für einen prima Auftakt in die Gruppenphase. Durch eine mal wieder fast einstündige Blocksperre, dem folgenden Rück-Konvoi und dem Umstand, dass GR unserer Zeit eine Stunde voraus ist, war ich um ca. 2 Uhr nachts auch endlich wieder im Hotel. In Summe war ich dann 10 (!) Stunden für ein Fußballspiel unterwegs, nachdem ich mich um 16:00 Uhr auf den Weg zum Treffpunkt machte.

Ein bisschen Kultur gabs dann mit der Akropolis, einem Aufstieg auf den Lykavittou mit traumhaftem Blick auf Athen, dem Olympiastadion von 1896, dem Olympiastadion von 2004 und den zahlreichen Tavernen samt Gyros, Tzatziki und Ouzo-Verprobung latürnich auch.





Ohne Fußball hätten drei Übernachtungen genügt, so war es mit einer vierten Nacht aber recht angenehm, das Programm ein wenig entspannter angehen und zwischendurch eine Auszeit im Dachpool des Hotels nehmen zu können. Denn mit über 30 Grad wars für eine Städtetour schon ziemlich warm, aber egal, entweder es geht mit oder es geht gar nicht.

Trotz aller Unannehmlichkeiten um das Spiel drumherum war es doch ein sehr gelungener Kurztrip in eine Stadt, die man durchaus auch auf dem Zettel für ein verlängertes Wochenende im Spätsommer haben kann.


Samstag, 20. Juni 2015

Auf ein Strand-Flens mit Katsche

Zum inzwischen siebten Mal lässt Katsche (s)eine Saison Paroli laufen. Nachdem vor zwei Jahren das Treffen auf Sylt leider kurzfristig abgesagt werden musste, erwischten wir Katsche heute im Strandkorb an der Oase zur Sonne.



Servus Katsche. Erholst Du Dich gerade von einer aus Deiner Sicht guten, mittelmäßigen oder schlechten Saison ?

Gegenfrage: Was soll an dieser Saison mittelmäßig oder gar schlecht gewesen sein?

Immerhin hat's heuer nur zur Meisterschaft gereicht. In den beiden Pokalen seid Ihr im Halbfinale ausgeschieden.

Bla bla. Und den Super-Cup vor der Saison haben wir auch nicht gewonnen. Was meinst Du wohl, wie gerne Dortmund eben diesen Super-Cup gegen unsere Saison eingetauscht hätte. Aber nach derPresse zu urteilen, war es zum Schluß für Dortmund mit Platz sieben nach dem Abstiegsplatz zur Winterpause ja eine grandiose Rückrunde der Mentalitätsmonster. Während wir uns schon dafür entschuldigen müssen, nicht das Triple, ja noch nicht einmal das Double gewonnen zu haben. Nee, nee. Wenn Du die Meisterschaft derart souverän noch dazu zum dritten Mal in Folge einfährst, dann brauchst Du Dich bei niemandem entschuldigen, Freundchen der Sonne. Eine Meistersaison ist und bleibt ein gute Saison.

Aber dann den Wettbewerb zu verzerren, wenn der Titel eingefahren ist und reihenweise gegen Abstiegskandidaten zu verlieren während Ihr vorher alles aus dem Stadion gebombt habt, das geht nicht

Leverkusen und Augsburg spielen beide im nächsten Jahr international. Punkt. Gegen Freiburg hat's am Ende vielleicht ein Busserl blöd ausgesehen. Aber von Abschenken und Verzerren kann hier ganz sicher keine Rede sein. Sollen die anderen Mannschaften uns doch bis zum Ende fordern und ihre Punkte selber holen. Hat ja keiner Hannover dazu gezwungen, gleich beide Spiele gegen Paderborn zu verlieren. Schönen Gruß an D. Schatzschneider, der im Training wohl den einen oder anderen Ball zu viel an den Schädel bekommen hat.

Oha. Da ist aber jemand in Fahrt.

Scheint ja im Moment auch in Mode zu sein, verbal auf den FC Bayern loszugehen, wenn man sportlich keine Argumente mehr findet oder man wie Hammann, Matthäus oder Schmidtlein ein wenig unter Geltungssucht leidet. Hast Du noch vernünftige Fragen oder wollen wir an dieser Stelle abbrechen?

Wir könnten uns über Deine persönliche Saisonstatistik unterhalten.

Gern. Lange Zeit sah es ganz danach aus, dass es in dieser Saison nicht einmal zweistellig werden würde, was Stadionbesuche angeht. Bis zum 30.04. um ganz genau zu sein. Aber dann änderte ein Telefonanruf meines Bruder schlagartig alles. Waren bis dahin gerade einmal 6 Spiele zusammen, kamen im Mai noch deren 5 dazu.

Die Barcelona-Tour dürfte dann wohl auch das Highlight der Saison gewesen sein, oder?

Wenn man die Tour als Ganzes betrachtet, dann ganz klares Ja! Solch eine Tour wird's vermutlich kein zweites Mal geben. Das Ergebnis war ziemlich große Kacke, am Ende hatte Barca es aber auch irgendwo verdient. Diese Tage in Barcelona will ich aber nicht missen. Selbst Tobse, der die Reise ja gewonnen hat, fand diese Tour überragend, auch wenn er mit dem FC Bayern sonst so gar nichts am Hut hat.

Echte Kracher waren auch die München-Tour im Oktober gg Bremen, Europapokal in Rom und VIP in Kaiserslautern, obwohl ich mit dem FCK ja sonst so gar nichts am Hut habe...

Das Du nach Australien fahren würdest, hast Du im letzten Jahr an dieser Stelle ja bereits angekündigt. Am Ende sind es dann dort "nur" zwei Spiele geworden.

Ja. Der Spielplan passte leider nicht zu meinem Reiseplan. Wobei sportlich ist das eher unterer Drittliga-Fußball gewesen, was da geboten wurde. Unvorstellbar, dass die Western Sydney Wanderers bei der Klub-WM rumrumpeln durften. Unfassbar schlecht. Mit dem Olympia-Stadion von 2000 kam immerhin noch ein herausragender Ground hinzu.

Wie sah das Stadion Catering in Down Under aus?

Von den optisch grenzwertigen Hotdogs hab ich schön die Finger gelassen. Angenehm überrascht war ich hingegen von den Sushi-Variationen im Olympia-Stadion. 

Persönlich hast Du ja auch noch einen neuen Titel, den Du Dir auf Deinen Fan-Briefkopf schreiben kannst !

Genau. Ich bin jetzt auch noch Deutsche Meisterin 😂 Allerdings bin ich auch nur zu dem Spiel, da ich sowieso in der Stadt war und dafür auch noch Freikarten en masse verteilt wurden, damit das Stadion einigermaßen voll wurde. So sehr ich den Mädels den Titel gegönnt habe und ich tatsächlich mal für einige Minuten äußerst nervös bei einem Frauen-Spiel geworden bin: Meine Sportart Nummer eins wird's wohl nicht mehr werden.

Du hast neulich schon mal angedeutet, dass Du Dich inzwischen in einer neuen Phase des Fanlebens befindest.

Absolut. Dabei meine ich jetzt aber nicht: neutral oder ultranah oder sonst irgendeine "Funktion" als Fan. Nein. Ich habe mein Fanleben mal reflektiert und dabei bisher drei markante Phasen abgrenzen können, und zwar abhängig von meinem eigenen Lebensalter:

A) bis ungefähr 20 (Beginn meiner Ausbildung) war es das größte, mal überhaupt ins Staion zu gehen, um die Helden meiner Jugend live spielen zu sehen. Bis dahin habe ich auch noch fleißig Autogramme gesammelt.

B) von 20 bis Ende 30 war dann eher so die Phase, wo ich selber in dem Alter war, in dem ich zusammen mit den Jungs da unten hätte auf dem Platz stehen können

C) inzwischen bin ich eben älter als die Jungspunde da auf dem Platz und habe insofern schon wieder einen anderen Blick auf das Spielgeschehen.

Und mit Phase D) wirst Du Dich dann am Unterlüßer Hohenrieth zur Gruppe der Meckerrentner stellen und zu Besten geben, dass früher alles besser war.

Und von C) nach D) wird der Übergang fließend erfolgen. Kann schon sein, dass ich mich in der nächsten Saison tatsächlich da mal blicken lasse - zum Derby TuS gg FC Unterlüß.

Womit Du elegant die Überleitung zum Ausblick auf die neue Saison geschafft hast.

Zum Super-Cup in Wolfsburg würde ich hinfahren, wenns mit ner Karte hinhaut. Ist ja quasi vor der Haustür. Den sportlichen Stellenwert wollen wir mal lieber vernachlässigen. In alle weiteren Planungen kann ich aber erst einsteigen, wenn die Spielpläne draußen sind in die CL gelost wurde. Ich werde sicher nicht mehr wie noch vor ein paar Jahren jedes Gurkenspiel mitnehmen.


Freitag, 15. Mai 2015

Pinguine

und zwar, so weit das Auge reicht, bekamen die Brüder Tobse und Katsche Anfang Mai in Barcelona zu sehen. Moment, Pinguine in Barcelona? Jawohl. Und zwar von der besonderen Spezies,  die mit Tabletts voll mit Tapas und Bierchen herumstolzieren.

Am Donnerstag, 30.4.2015 mittags um 12:35 war meine Welt noch in Ordnung. Doch pünktlich zur Mittagspause ruft Tobse an und faselt was von: "Champions League Halbfinale, Barcelona, Bayern, Karten, Flug Hotel, Essen, Trinken ..... UND ZWAR GEWONNEN, WILLSTE MIT?" Nach einer erfolglosen Suche nach der versteckten Kamera musste nur noch der Kollege überzeugt werden, den kurzfristigen Urlaubsantrag zu genehmigen. Damit stand dem Rückspiel (nach Katsches Auswärtsfahrt nach Kaiserslautern im April) nichts mehr im Wege. Überflüssig zu erwähnen, dass Tobse bereits für das VIP-Block-Spiel gegen Heidenheim die Karten gewonnen hat... Für einen ausführlichen Bericht zu der Fahrt fragt bitte Tobse direkt.

Und so standen wir dann am Dienstag, 05.05.2015 pünktlich um neun Uhr in München am Abfertigungsschalter, nahmen unsere Reisedokumente entgegen und flogen zusammen mit der Mannschaft sowie weiteren B- und C-Promis sowie weiteren Fans, Gästen und Gewinnern nach BCN. Im Flieger neben uns erwartete uns schon Philipp, der vom kartenspendenden Sponsor Henkel als Begleitung dabei war.

Nach einem recht ordentlichen Empfang im Garten des Hotels "Princesa Sofia Gran Hotel" mit Tapas, Wein und Bier (Pinguine...) ging es zu Fuß zum 5 Minuten entfernten Camp Nou zum Abschlußtraining des FC Bayern. Anschließend warfen wir uns selber in Pinguin-Outfit, da ein Dinner im "El Patron" vom Feinsten auf dem Programm stand (Pinguine...)





Die Stadtführung am Mittwoch Vormittag nach einem mehr als ordentlichen Frühstück im Hotel -ich möchte Tobse zitieren: Von Schinken verstehen die Spanier was- führte uns zur Sagrada Familia, die Ramblas, auf den Montjuïc bis hin zu den nächsten Pinguinen Im "El Chipiron". Auf den Rücktransfer ins Hotel verzichteten wir, da Tobse zu Recht noch das eine oder andere Souvenir für zu Hause ergattern musste. Der gechenkte Schal und das geschenkte Trikot hätten wohl nur auf wenig Begeisterung bei seiner Familie gestoßen. Alles kein Problem, schließlich war ich ja erst ein Jahr zuvor da und kannte mich noch ganz gut aus.

Die PreMatch - Drinks auf der Dachterrassen unseres Hotels bedeuten gleichzeitig das Aus für meinen Balkon als "Paulaner"-Dachterrassen. Mein Balkon ist seit jenem Abend dieses Namens nicht mehr würdig.






Die Geschichte des anschließenden Hauptprogrammpunktes der Reise, nämlich des Spieles, ist recht schnell erzählt. Bayern hatte nur eine ernstzunehmende Torchance während Barcelona es in den letzten 20 Minuten noch zu drei Treffern brachte. Insbesondere das dritte Tor in der 4. Minute der Nachspielzeit hätte es nicht mehr gebraucht. 





Entsprechend enttäuscht ging es also zum Lachen in den Keller, nämlich zum Bankett mit der Mannschaft ins Untergeschoß des Hotels. Die Mannschaft war leider nur kurz zugegen, bevor sie zurück ins Mannschaftshotel zurücktransferiert wurde. Leider hatte der Kaiserpinguin in dem Saal etwas gegen zuviel Fannähe und ließ dies die Fans auch ziemlich deutlich spüren, zum Beispiel als Katsche neben Herrn Götze ans Buffet treten wollte.... Apropos Götze. Der kleine Mario hat ganz offensichtlich beim Personal von Armani mehr Freunde als innerhalb der eigenen Mannschaft. Diesen Eindruck konnte man jedenfalls gewinnen, wie er so an seinem Tisch saß und wie er an den Sponsoren-Tisch um die Armani-Crew trat.




Mit jedem Getränk wurde die Stimmung jedoch wieder besser. Und schlußendlich wird diese Tour als Absoluter Oberhammer in Erinnerung bleiben.



An dieser Stelle nocheinmal: 
Danke, Tobse, daß Du mich mitgenommen hast.
Danke, Philipp, für die Karten und die echt lustige Reisebegleitung.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Katsche in Australia

Yieha. Ein Jugendtraum wird war. Katsche in Australien. Aus jedem Stück gegossenem Blei und aus jeder handvoll geworfenenen Reis' hat er ein Kangaroo gelesen. Nun, nach 20 Jahren angesparten vermögenswirksamen Leistungen wars soweit. Katsche hat's gebucht








Los gehts am Samstag, 13.12.2014.
Hannover via Frankfurt via Singapore to Melbourne steht auf dem Reiseplan. Und alles ganz eng getaktet. Kaum Luft für Verspätungen. Und schon in Hannover meinte das Aboriginie-Volluntier einen 30-minütigen verspäteten Abflug einzubauen. Mir egal. Den Frankfurter Flughafen und die langen Wege kenne ich ja (siehe Rückflug aus Rom vor ein paar Wochen erst....) Die Wahrscheinlichkeit, dass mein Gepäck auch mit umgestiegen ist, möchte ich mal als äußerst gering beziffern. Gut dass ich mich an Onkel Bindis Empfehlung gehalten haben und einen frischen Schlüppi ins Handgepäck gepackt hab :-)

Nach der Pünktlichen Landung hat sich meine Vermutung bestätigt: Ich bin erneut schneller geflogen als mein Koffer. Netter Zug von Singapore Airlines: 150 AUD bar auf Tatze, was in messbarer Währung rund 50 Dosen a  0,375l "Melbourne Bitter" entspricht. Bei diesen Bierpreisen müsste jede Sorte den Namen "Bitter" tragen. Trinkbar ist's aber allemal

Der Montag (15.12.) stand erstmal im Zeichen "einfach da sein". Melbourne selber verfügt mMn über keine wirklichen Sehenswürdigkeiten, die man gesehen haben muss. Ganz nett ist aber der Ausblick vom Eureka Skydeck 88, dem höchsten Aussichtsturm der Südhalbkugel. Einen Abstecher kann man noch einstreuen in die Docklands. Die Stadt kann man ganz prima zu Fuß und mit der kostenlosen City Circle Tram abarbeiten.

Am Dienstag und Mittwoch folgten zwei absolute Highlights, zunächst am Dienstag die Tour nach Phillip Island, hauptsächlich wegen der abschließenden Pinguin-Parade. Irgendwie schon geil, so einem Haufen kleiner Vögel beim am Land-Gehen zuzuschauen. Jedem sei an dieser Stelle die Pinguin-PLUS Variante bei der Buchung empfohlen. Dann watscheln die Viecher ca. einen Meter an Dir vorbei. Fotografieren ist strengstens verboten und das Einhalten des Verbotes wird noch strenger von den Rangern/Rangerinnen auch überwacht. Nicht, dass ich es versucht hätte, aber warum jetzt das Telefonieren von Ostasiaten die Tiere weniger stört als ein Foto ohne Blitz und ohne Kamera-Klick konnte mir Rangerin Maddy auch nicht erklären. Nun gut.

Nach einer kurzen Nacht folgte am Mittwoch die Tour auf der Great Ocean Road im Westen von Melbourne. Äußerst angenehm war die Gruppengröße von lediglich 6 Personen inkl. deutscher Reiseleitung. Das muß man Australien ja lassen, schöne Gegenden hat's ja schon. So den Küstenstreifen bis hin zu den 12 Aposteln, einzelner aus dem Kliff gespülten Steingruppen. Dem geneigten Sylt-Freund sei gesagt, dass dieser Anblick durchaus einem Vergleich mit dem Roten Kliff zwischen Kampen und Wenningstedt standhält. Wobei ich an dieser Stelle unbedingt erwähnen möchte, dass ein (Bade-)urlaub auf Sylt grundsätzlich unvergleichbar ist

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Die folgenden Tage gestalteten sich wenig spektakulär. Am Donnerstag regnete es in Melbourne, sodaß ich nur kurz über den Victoria Market und durchs Melbourne Museum gezogen bin. Eine Kneipentour ist mir in Australien einfach zu teuer.....

Am Freitag stand dann der Weiterflug nach Adelaide an. Die eine Stunde Qantas kann man auch mit sehr wenig Beinfreiheit überstehen. Immerhin gabs ein (wenn auch nicht leckeres) Essen an Bord. 

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In Adelaide stand im Mittelpunkt derTagesausflug nach Kangeroo Island, ungefähr 1,5 Busstunden und eine Fährstunde von Adelaide entfernt. Gezeigt wurden uns auf der Tour die Highlights dieser Insel wie Seal Bay (mit Seelöwen am Strand), Koalawalk (mit Koalas, logisch; aber auch Kängurus) und vor allem 
Admirals Arch und Remarkable Rocks. Wunderschöne Natur, geformt aus Vulkanausbrüchen und dem Meer.

Am Tag zuvor schaute ich noch in Hahndorf und in Glenelg vorbei. Hahndorf zeigte deutlichen deutschen Einfluß mit einer Art Hofbräuhaus (inkl. Haxe, Sauerkraut, Hofbräu-Bier), einem Café, in dem es u.a. Schwarzwälder Kirschtorte ud Bienenstich (sehr lecker übrigens) gab, sowie Deutschen (Souvenir)läden mit Maßkrügen und Knorr-Tütensuppen......

Glenelg ist ein recht schöner Stadtteil von Adelaide mit Badestrand und vielen (teuren) Kneipenund Restaurants.

Erwähnenswert an Adelaide ist noch die Fußgängerzone "Rundle Mall" mit lustigen Skulpturen. Ähnlich wie in Celle ist hier abends ab 18 Uhr aber auch nüscht mehr los. Selbst Maccas und Hungry Jacks (Burger King in Australien) haben dann schon dicht. 

Die Reiseleiterin auf der Great Ocean Tour meinte ja bereits: "Adelaide ist schön, wenn man sich mal richtig langweilen möchte". Also änderte ich flux meinen Reiseplan und reiste einen Tag früher als geplant weiter nach Alice Springs. Denn wenn schon ein Tag Langeweile, dann aber bitte mit Pool ;-)

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Und den Pool den braucht's auch dringend in A.Sp! 40 Grad beim Aussteigen aus dem Flieger. Das nenn ich mal amtlich. Die Innenstadt hat auch nicht so wahnsinnig viel zu bieten. lohnenswert sind hier ein Aufstieg auf den Anzac Hill, von dem aus man einen prima Überblick über A.Sp und Umgebung bekommt. Zudem ist die Ausstellung zum Royal Flying Doctor Service sehr interessant. Abends sollte man sich auch nicht unbedingt (alleine) dort bewegen. A.Sp gilt als nicht ganz ungefährlich, wenns dunkel ist. Schreibt zumindest das Auswärtige Amt.

A.Sp sollte mithin aber auch nur als Ausgangspunkt für die dreitägige Tour durchs Rote Zentrum dienen. Am Heiligen Abend ging's morgens um sieben los Richtung Ayers Rock, das wir am frühen Nachmittag erreichten. Abends gabs vor dem Sonnenuntergang direkt am Uluru (dem bekannten Roten Felsen) noch eine Wanderung am Kata Tjuta. Recht beindruckende Landschaft und alles in Roter Sandwüste in der nur vereinzelt mal ein paar Bäume stehen. Zum Heiligen Abend gönnte ich mir noch ein vom Reiseveranstalter für schlappe 125 AUD organisiertes Weihnachtsbarbecue unter klarem Sternenhimmel. Im Hotel wärs aber auch nicht günstiger gewesen. Immerhin hab ich soviel Kangaroo in mich reingestopft, wie mit aller Macht reinging ;-)

In aller Frühe am Ersten Weihnachtstag ging's dann vom Hotel wieder zum Uluru, diesmal zum Sonnenaufgang und einer Fahrt und Wanderung an die Heiligen Stellen, die auch nicht fotografiert werden durften. 

Nachmittags hieß es wieder im Bus Platz nehmen zur Weiterfahrt zum Kings Canyon, der dann am Zweiten Weihnachtstag erwandert werden sollte, bevor es danach zurück nach A.Sp ging. Unterwegs habe ich dann erneut kulinarisches Neuland betreten. Kamel. Als Burger. War in Ordung. Und allemal besser als Haggis.

Mit dem Weiterflug nach Cairns an die Ostküste wartet dann ab Samstag, 27.12. ein völlig anderes Landschaftsbild auf mich.

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Cairns liegt an der Ostküste ziemlich in Äquatornähe. Von den klimatischen Bedingungen erinnert mich das doch schon sehr an Mexico. Heiß, hohe Luftfeuchtigkeit, schwül. Tropenlage eben. Und hier liegt ungefähr 70km vor der Küste das Great Barrier Reef. Klar, dass ich dort für einen Tag mal hinmusste. Da gibt es eine Plattform, betrieben von einem Touristikdienstleister. Von dieser Plattform aus kann man dann für rund 5 Stunden tauchen, schnorcheln, Glasbodenboot fahren, essen, trinken und einfach mal alle Fünfe gerade sein lassen. Nachdem ich im Glasbodenboot denn auch Haie gesehen habe war das Thema schnorcheln für mich auch erledigt ;-) Die Viecher sollen zwar den Menschen gegenüber friedliche Artgenossen sein. Hauptsache, die erinnern sich dann auch daran, wenn sie mir gegenüberschwimmen....

Einen Tag später ging's dann mit der Seilbahn über den Regenwald und mit einer alten Eisenbahn wieder zurück nach Cairns. Hier hätte ich es sicher auch noch einen Tag länger ausgehalten. Wenn jemand eine ähnliche Tour plant - Lasst Adelaide bleiben. Kangaroo Island (Ausflug startete von Adeleide) hat einen eigenen Airport, morgens hin, abends weiter. Müsste reichen. Dafür bieten sich dann zusätzliche Tage in Cairns an.

Am Dienstag, 30.12. ging's aber schon weiter nach Surfers Paradise, pünktlich zum Jahreswechsel also. Surfers Paradise hat zu bieten: Strand, Strand, Kneipe, Kneipe, Strand und Kneipe. Und dazu ganz viel Sonne, Sonne, Sonne. Cool drauf sind auch die MeterMaids, die abgelaufene Parkuhren nachfüttern, damit die Strandlieger keine Strafzettel bekommen.... Und sehen lassen können sich die Mädels auch ;-)

Geile Erfindung: Bereits um 20 Uhr gibts schon ein Feuerwerk am Strand, damit die ganze Familie was davon hat. Umso geiler, da es pünktlich um zwölf regnete, mit fließendem Übergang in ein fulminantes Gewitter.

Am Samstag, 3.1.2015 stand dann die Weiterreise nach Sydney, meiner letzten Etappe dieser Reise, an. Den Aufenthalt hier habe ich gesplittet: 6 Tage Stadt- und vier Tage Strandhotel. Der freundliche Chaffeur von Hotel bis Bahnhof erkundigte sich denn auch nach meiner bisherigen Reiseroute und kommentierte: Es gibt nur ganz wenige Gäste, die auch Adelaide in ihren Trip einbauen. Da hammas mal wieder......


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Sydney.
Sydney ist eine verdammt große Stadt. Über 4 Mio Einwohner. Puh. Von meinem Hotel aus konnte ich die Sehenswürdigkeiten der Stadt aber ganz gut zu Fuß, Bahn und Fähre erreichen. 

Meine ersten Anlaufpunkte waren -klar- Harbour Bridge und Opera House. Aus dem "Ich schau einfach mal" wurde schnell ein Walk von insgesamt geschätzten 10km durch Sydney zur Oper, über die Brücke bis zu einem prima Panorama-Aussichtspunkt und wieder zurück. Das Ganze bei über 30 Grad. Doppel-Puh.

Am Montag, 05.01., stand dann der letzte Ausflug an. Es ging in die Blue Mountains. Zu sehen gabs Dank dichten Nebels aber: Nix. Schade. Wäre bestimmt schön gewesen.

Einen Tag später verdiente ich mir meinen Länderpunkt "Australien" in einem unfassbar schlechten Fußball-Spiel zwischen den Western Sydney Wanderers und Melbourne Victory (1:2). Noch unfassbarer, dass eine Truppe wie WSW in diesem Jahr bei der Klub-WM mitkicken durfte. Noch viel unfassbarer, dass diese Truppe im Vorjahr die AFC-Champions-League gewonnen hat. Und keiner weiß warum. Unfassbar.

Vorbeigeschaut habe ich in Sydney zudem noch bei Madame Tussaud's, im SeaLife Aquarium dem Aussichtsturm Sydney Eye (traumhafter Überblick über Sydney und Umland) und im Zoo. Dieser kann weniger mit seinen Tieren überzeugen als vielmehr durch einen fantastischen Ausblick auf Oper, Harbour Bridge und Skyline der Stadt.

Schlußendlich bezog ich in Manly (15km vom CBD entfernt) Quartier, um mit ein paar Tagen Strandurlaub den Urlaub abzurunden. Leider spielte dafür das Wetter nicht mit, sodass es hier nur zu kurzen Sprüngen ins Wasser reichte und ich mich mehr im Hotel und in der Fußgängerzone aufhielt als am Beach. Schade, aber nicht zu ändern. Während des Urlaubs bekam ich mit, dass die Asienmeisterschaft im Fußball in Australien stattfand und während meiner Manly-Zeit ein Spiel im Olympiastadion von 2000 stieg. Klar dass ich die Chance ergriff und mir eine Karte für Usbekistan - Nordkorea besorgte. Den VVK hätt's dafür nicht gebraucht. Bei einer Kapazität von über 80.000 Sitzen gabs für alle 12.000 Zuschauern genügend Platz, beim einsetzenden, sintflutartigen Regen aus dem nichüberdachten Unterrang in die überdachten Regionen umzuziehen.

Am Dienstag, 13.01., war die Zeit dann für den Rückflug gekommen. Um elf Uhr Ortszeit Sydney verließ ich das Hotel. Um kurz vor elf Uhr am Mittwoch Ortszeit Unterlüß fiel ich auf meine Couch. Gesamte Reisedauer somit rund 34 Stunden, reine Flugdauer knapp unter 24 Stunden. Puh. Und wenn auf diesem Flug die Stewardessen vom Piloten wegen bevorstehender kleinerer Turbulenzen aufgefordert werden, sich zu ihrer Sicherheit hinzusetzen und anzuschnallen, kann einem zunächst schon anders werden. Alles in allem wars dann aber doch eher harmlos und das Schlimmste waren die schmerzenden Pobacken vom vielen Sitzen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir der Trip einen wahnsinnigen Spaß gemacht hat. Mit dem Wissen von heute würde ich die Planung lediglich in kleinen Teilen anders gestalten, vielleicht Tasmanien statt Adelaide einbauen.

Und wenn ich per Fingerschnipp an genau eine Stelle gebeamt werden könnte, um sie mir noch einmal anschauen zu können, dann würde ich den Uluru wählen. Dieser Berg und seine Umgebung sind es, die Australien für mich einzigartig machen.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Veni - Vidi - Vici

Als alter Lateiner durfte ich bereits anno 1993 Auf unserer Kursfahrt auf den Spuren des Julius Caesar wandeln. Nun 21 Jahre später war mir Fortuna Hold, als sie mir für das CL Gruppenspiel eine Karte für den AS Rom gg den FC Bayern zuteilte.

Der Montag als Anreisetag zog sich leider etwas länger als geplant, sodass für Kultur keine Zeit mehr zur Verfügung stand. Aber das Bierchen auf der Spanischen Treppe durfte wie damals nicht fehlen.



Dieses holte ich dann am Dienstag nach. Ich begnügte mich dann mit einem schnellen Pflichtprogramm zum Auffrischen der Erinnerungen von damals.

Forum Romanum, Palatin, Kolosseum (nur von außen), Petersplatz (ohne Petersdom), Engelsburg (von außen), Fontana di Trevi (ohne Wasser dafür mit Bauzaun und Gerüsten kaum erkennbar und Geld darf man auch nicht mehr reinwerfen....). Das ist ein Programm für mindestens zwei volle Tage und nicht für das Aufwärmen vor einem Fußball-Spiel.



Dass das Spiel der Roma gg den FCB zu einem echten Highlight der Tour werden sollte, konnte ich bei der Buchung noch keinesfalls erahnen. Sette a Uno für den FC Bayern lautete das Endergebnis.
S I E B E N zu E I N S. In der Champions League. Auswärts. In Italien, dem Land des Catenaccio. Der höchste Auswärtssieg im Europapokal unserer bisherigen Vereinsgeschichte. Und das nur ein paarTage nach dem 6:0 gg Werder Bremen. 13 Bayern-Tore in 4 Tagen habe ich sonst in der ganzen Saison nicht geschafft ;-)



Den Altmeister Totti aus dem Spiel genommen, zerlegten unsere Gallier um Lahm und Müller die Römer wie einst Asterix und Obelix.

Leider gab es aber im Umfeld des Spiels einige Aspekte, die mir irgendwann auch mal nachhaltig den Spaß an solchen Fahrten nehmen könnten. DasSpiel wurde offensichtlich als Hochsicherheitsspiel eingestuft. Jedenfalls wurden die BayernFans vor dem Spiel durch die Carabinieri im Gänsemarsch und auf Umwegen zum Stadion geleitet. Nach dem Spiel gabs eine Blocksperre für die Bayern-Fans von mehr als eine Stunde. Das hatte dann zwangsläufig zur Folge, dass man auch nicht mehr mit der Metro sein Hotel erreichen konnte. Und da der Nachtbus nur im 30- Minuten-Takt fährt, erreichte ich erst um 2:17 Uhr nachts mein Hotel. Gut dass ich morgens länger liegen bleiben konnte....

Blocksperren für Gästefans sind üblich im Europacup. Aber in der hier gezeigten Form habe ich sie noch nicht erlebt. Mit Schuld daran sind sicher auch so lustige Gestalten wie die Typen der Gruppe "Asoziale Würzburger" dieüber 90 Minuten nichts anderes zu tun hatten, als die Romanisti zu provozieren und aufs übelste zu beleidigen. Ganz ehrlich, wenn die welche aufs Maul bekommen hätten, hätte ich noch nen Foto gemacht und Beifall gespendet.

Da ich diese Zeilen tippe, sitze ich mit erheblicher Verspätung gerade in meinem Flieger zurück nach Deutschland. Ob ich meinen Anschluß von Frankfurt nach Hannover erreiche, ist derzeit noch ungewiss.

Update1:
Sitze tatsächlich auf der letzten Rille im Anschlußflieger.
Meine kühne Prognose: Mein Köfferchen dürfte es nicht geschafft haben. DAS wäre endlich mal was Neues im Bahn- und Flugtheater. Aber die charmanten Saftschubsen versuchen es zu klären, damit ich in Hannover nicht noch unnütz warten brauche.

Update 2:
Das Köfferchen hat's in der Tat nicht geschafft. Aber ich könne mich glücklich schätzen, dass es überhaupt in Deutschland angekommen sei........